http://dr-woehrle.de/angebot/prophylaxe/

Gegen den Zahn der Zeit

 

Wohlbefinden hat viel mit gesunden Zähnen zu tun. Noch nie standen die Chancen, ohne ein künstliches Gebiss alt zu werden, so gut wie heute. Vorausgesetzt, man pflegt seine Zähne richtig. Die meisten Menschen wissen: Der größte Feind des Zahnschmelzes sind Säuren! Was aber haben Muskelverspannungen mit dem Zahnfleisch zu tun?

 

 

Säuren entstehen nach dem Essen im Mund. Durch die Mikroorganismen im Zahnbelag werden Speisereste und Zucker innerhalb weniger Minuten zu Säuren vergärt. Diese Säuren greifen den Zahnschmelz an. Zwar gilt der Zahnschmelz als das härteste Material unseres Körpers, dennoch ist er verletzlich. Wird nämlich der bakterielle Zahnbelag auf dem Zahnschmelz nicht entfernt, greift er den Schmelz an und entkalkt ihn. Der so entmineralisierte Zahnschmelz verliert seine Härte, und es können Löcher (Karies) entstehen.

 

Zahnpasta und Speichel halten Säureangriff in Schach

Indem sie den Zahnschmelz remineralisieren und so immer wieder reparieren, wehren fluoridhaltige Zahnpasta und auch der Speichel Säuren ab . Wie stark Zuckerkonsum und Karies zusammenhängen, zeigen Zahlen aus dem Zweiten Weltkrieg. Als der Zuckerkonsum während des Kriegs wegen der Lebensmittelrationierung zurückging, reduzierte sich auch die Zahnkaries. Allerdings kommt es beim Zucker weniger auf die Menge als vielmehr auf die Häufigkeit des Zuckerkonsums an. Am schädlichsten ist eine über den Tag verteilte, stetige Zufuhr von Zucker.

 

Zahnhygiene ist in jedem Lebensalter wichtig

Ziele und Methoden der Mundhygiene sind bei alten und jungen Menschen gleich: Man sollte möglichst nach jedem Essen die Zähne mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta putzen. Für die Reinigung der Zahnzwischenräume sind Zahnseide oder Interdentalbürsten ideal. Denn die Zahnbürste erreicht die Zahnzwischenräume, also ausgerechnet jene Stellen, wo sich besonders gern Bakterien vermehren, nicht.

 

Bei freiliegenden Zahnhälsen Zähne umso sorgfältiger pflegen

Mit fortschreitendem Alter zieht sich der Zahnfleischsaum oft zurück und legt den Zahnhals frei. Freiliegende Zahnhälse sind oft sehr schmerzempfindlich, stellen aber gleichzeitig aber ein hohes Risiko für Zahnhalskaries (Wurzelkaries) dar. Deshalb ist eine schonende und regelmäßige Zahnpflege in der zweiten Lebenshälfte ganz besonders wichtig. Mit der Zeit geht zudem die Speichelproduktion im Mund zurück. Das ist problematisch, denn der mineralhaltige Speichel hilft, Speisereste wegzuspülen, winzige Schäden zu reparieren und Säuren zu neutralisieren. Das Kauen von zuckerfreien Kaugummis bewährt sich also besonders mit zunehmendem Lebensalter, denn es regt den Speichelfluss an und nützt auch, wenn gerade keine Zahnbürste verfügbar ist. Viel trinken, am besten Wasser, hilft ebenfalls, den Speichelfluss zu fördern und die Zähne zu umspülen.

 

Professionelle Zahnreinigung für Jung und alt

Es gibt noch einen Grund, weshalb man in der zweiten Lebenshälfte erst recht auf seine Zahngesundheit achten und zur Kontrolle gehen sollte – die schwindende Lust auf Zahnarztbesuch. Studien zeigen, dass Männer und Frauen etwa ab 60 den Zahnarzt immer seltener sehen. Eine sorgfältige Zahnhygiene, professionelle Zahnreinigung und regelmäßige Zahnarztbesuche helfen, Zahnprobleme früh zu erkennen, um sie schonend behandeln zu können. So lassen sich größere, teure Eingriffen vermeiden.

nach oben